Operative Gynäkologie

(Belegärztliche Tätigkeit am Krankenhaus Rotthalmünster)

 

Sollte bei Ihnen eine Operation erforderlich sein, so können wir Sie auf unserer Belegstation im Krankenhaus Rotthalmünster behandeln. Als Belegärzte können wir Ihnen, auch wenn Sie kein Privatpatient sind, zusichern, dass Sie von uns persönlich operiert werden. Sollten Sie als Patient einer anderen Abteilung des Krankenhauses Rotthalmünster liegen und eine gynäkologische Abklärung zusätzlich erforderlich sein, haben Sie das Recht von uns selbst untersucht zu werden (bitte einfach den Stationsarzt darauf hinweisen!!).

Neben den „kleineren“, gängigen gynäkologischen Eingriffen wie Ausschabungen, Sterilisationen etc. möchten wir Ihnen die Möglichkeiten der speziellen gynäkologischen Chirurgie, die uns wichtig sind Ihnen anbieten zu können, vorstellen:

Minimal invasive Chirurgie

Bei der Mehrzahl der operationsbedürftigen Erkrankungen in der Frauenheilkunde, bei denen bis noch vor kurzem eine Operation am offenen Bauch erforderlich gewesen ist (mit entsprechend langem stationären Aufenthalt im Krankenhaus und langer Rekonvaleszenz), kann heutzutage bei entsprechender operativer Erfahrung auf den „Bauchschnitt“ verzichtet werden. Stattdessen können minimal invasive (minimal eingreifende) Operationstechniken verwandelt werden , bei denen über eine eingebrachte Optik „von außen“ operiert wird, das heißt unter Vermeidung von großem Hautschnitt, langer Krankenhausliegezeit (oft sogar ambulant möglich) bei gleichem Therapieerfolg.

Pelviskopie (Bauchspiegelung)

Bei der Bauchspiegelung wird über einen 5 mm langen Hautschnitt in der Nabelgrube eine spezielle Optik in den Bauchraum eingeführt. Im Schamhaarbereich werden über 1-2 weitere ca. 5mm große Inzisionen die Operationsinstrumente eingeführt und von außen geführt. Typische Operationsbeispiele: Verwachsungslösungen, Eileiterschwangerschaft, Entfernung von Eileitern, Eierstockszysten bis hin ganzen Eierstöcken, Myomen der Gebärmutter.

Hysteroskopie (Spiegelung der Gebärmutterhöhle)

Bei der Spiegelung der Gebärmutterhöhle wird ohne jeglichen Hautschnitt eine feine Optik in die Gebärmutterhöhle eingebracht. (Häufig ambulant möglich)! Typische Operationsbeispiele: Sicherer Ausschluss eines Gebärmutterkrebses, Entfernung von Schleimhautpolypen und Myomen bei Blutungsstörungen, Korrektur von Gebärmutteranomalien bei Unfruchtbarkeit etc.

Brustchirurgie

Ist zur Abklärung eines Knotens ein operativer Eingriff an der Brust erforderlich, so wird dieser unter dem Gesichtspunkt eines möglichst günstigen kosmetischen postoperativen Ergebnisses (Schnittführung, Nahttechnik etc.) durchgeführt. Die Hautschnittführung wird vor der Operation mit Ihnen besprochen. In den meisten Fällen ist eine histologische Abklärung eines Brustknotens mittels ultraschallgesteuerter Hochgeschwindigkeits-Stanzbiopsie möglich. Diese Technik hinterlässt nur eine punktförmige Narbe, kann in der Praxis in Lokalanästhesie durchgeführt werden und erspart oft einen stationären operativen Eingriff mit Vollnarkose!

Sollte sich bei der feingeweblichen Untersuchung des Knotens die Diagnose „Brustkrebs“ bestätigen, so kann sehr häufig eine brusterhaltende Operationstechnik – bei für Sie gleicher Sicherheit vor dem Krebs – angewandt werden. Eine Brustamputation wird ausschließlich nach ausführlicher Besprechung mit Ihnen über die Möglichkeiten der brusterhaltenden Therapie an Hand des endgültigen Befundes durchgeführt.

Inkontinenzoperationen, Senkungsoperationen

Senkungen des inneren Genitales führen oft zu unangenehmen Senkungsbeschwerden bis hin zum Vorfall von Scheide (mit Blase und Rektum) und Gebärmutter. Daneben haben sie nicht selten eine Harninkontinenz („Streßinkontinenz“) zur Folge. Im Rahmen der vaginalen Senkungsoperation kann die Scheide wieder gehoben werden. Abhängig von der präoperativen urologischen Abklärung kann die Streßinkontinenz auch durch eine Operation vom Bauchschnitt aus („Burch-Operation) behoben werden. Noch aktueller ist die TVT-Technik, bei der eine Schlinge um die Harnröhre gelegt wird. Eine Fortentwicklung der TVT-Technik ist das TOT(Transobturatorisches)-Band. Welches Vorgehen bei Ihnen am sinnvollsten erscheint, wird mit Ihnen ausführlich nach den vorbereitenden Untersuchungen besprochen.

Laparatomie (Operation über Bauchschnitt)

Eine Operation über Bauchschnitt ist erforderlich, wenn die Gebärmutter zu groß für eine vaginale Entfernung (Uterus myomatosus) ist oder wenn der Verdacht auf eine Krebserkrankung besteht.

Ambulante Operation

Bei kleineren Eingriffen (Ausschabung, Hysteroskopie, Probeentnahmen) ist evtl. eine ambulante Operation möglich. Es muss bei gewährleistet sein, dass Sie nicht selbst von Krankenhaus nach Hause fahren und dass in der Nacht jemand bei Ihnen zuhause ist.

Bei den meisten Operationen ist es möglich die Operationsvorbereitung vorher ambulant durchzuführen, so dass Sie erst am Op-Tag (Donnerstag) ins Krankenhaus kommen müssen!

Datenschutzerklärung | Kontakt | Impressum